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Die Welt wird grün – eine Designerin erklärt nachhaltige Produktentwicklung

vom 05.04.2011 - 13:04 Uhr

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Im Rahmen der Auftaktveranstaltung zur 5. Vortragsreihe „Vorsprung durch Wissen“ der Wirtschaftsjunioren Bad Kissingen in Kooperation mit der Stadt und dem Landkreis Bad Kissingen durchleuchtete Elisabeth A. Dichtl von EAD Design + Production am 31.03.2011 im großen Tagungsraum des Kaiserhofs Hotel Victoria zunächst den Titel Nachhaltigkeit. Dieser Begriff wurde erstmals im Rahmen der sich zu Beginn des 18. Jahrhunderts aus der Not der Waldvernichtung entwickelnden Forstwirtschaft formuliert. Hans Carl v. Carlowitz erwähnte als erster in seinem Buch, dass eine kontinuierliche, nachhaltige Nutzung von Wäldern erforderlich sei. Der Begriff der Nachhaltigkeit ziele dabei auf ein gleichermaßen soziales, ökologisches und ökonomisches Leitbild ab. „Die soziale Nachhaltigkeit fordert somit von uns, dass Menschenrechte eingehalten sowie eine gerechte Verteilung der Ressourcen gewährleistet ist“, so die in Bad Kissingen ansässige Designerin Elisabeth A. Dichtl.

Nachhaltige Unternehmensführung fordere von Unternehmen in der Praxis die Entwicklung eines Leitbildes, welche alle Ebenen einbeziehe. Auch der Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, insbesondere im Hinblick auf Chancengleichheit, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die kulturelle Vielfalt sei eine Aufgabe für die Wirtschaft im 21. Jahrhundert. Das gesellschaftliche Engagement z. B. im Bereich Sportsponsoring zähle hier ebenso wie eine Kommunikation und ein verlässliches Controlling. All dies trägt zur Glaubhaftigkeit und Transparenz nicht zuletzt auch beim Kunden bei. Corporate Social Responsibility sollte dabei die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Ziele miteinander verbinden und somit Vertrauen schaffen. „Der Nutzen für die Unternehmen ist ganz klar ein positives Unternehmerbild, die gesteigerte Attraktivität als Arbeitgeber sowie die sichtbare Verantwortung für die soziale und umweltschonende Globalisierung“, erläuterte Dichtl.

Als Designerin müsse sich Dichtl bei der Produktentwicklung immer wieder die Frage stellen, welche umweltgerechte Materialien zum Einsatz kommen dürfen, ob diese energieschonend zu erzeugen, aber auch zu recyceln seien. Darüber hinaus spiele die Langlebigkeit des Produktes und auch die notwendige Verpackung, nicht zuletzt aber auch die Logistik-Freundlichkeit eine tragende Rolle. „Verpacken wir nicht viel zu häufig Dinge, die von Natur aus schon eine perfekte Verpackung mit sich bringen?“, fragte die Produktentwicklerin kritisch.

Eine Gruppe von Menschen achtet bereits seit langem auf ökologisch und fair gehandelte Produkte und setzt somit einen wertebasierten Lebens- und Konsumstil in die tägliche Praxis um. Diese Gruppe wird neudeutsch als die „LOHAS“ (Lifestyle of Health and Sustainability, Lifestyle auf Basis von Gesundheit und Nachhaltigkeit) bezeichnet. Ein typisches Beispiel für einen idealtypischen Tagesablauf der Lohas wäre: Frau Schmitt hat Kaffee aus fairem Handel getrunken, damit verhilft sie äthiopischen Kaffeebauern zu einem fairen Lohn. Sie hat ein Öko-T-Shirt angezogen, sowie Jeans und Jacke eines angesagten Öko-Modelabels. Damit unterstützt sie die Bio-Baumwollbauern in Indien und schützt die Textilarbeiter in Bangladesch vor den giftigen Dämpfen von Färbemitteln; sie fährt mit einem benzinsparenden Hybrid-Auto zur Arbeit – das schont nicht nur ihren Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.

Mit beeindruckenden Beispielen, z.B. einem nicht ortsgebundenen Haus in Würfelform, welches mitten in den Baumwipfeln platziert ist oder einem Hocker, der aus einem Stück Holz gefertigt ist, zeigt Dichtl beeindruckende Beispiele nachhaltiger Produktentwicklung. Praktische Anwendung findet auch der lebende Luftfilter, der toxische Elemente aus der Luft filtert und in Zusammenarbeit mit der NASA entwickelt wurde. Die wiederverschließbare Papierflasche, die zu 100% recyclebar ist, überzeugt bei der Anwendung für die Aufbewahrung von Lebensmitteln durch den ausschließlichen Einsatz nachwachsender Rohstoffe. Dass die Designerin selbst ausschließlich Unikate herstellt, z.B. mit Kräutern gefüllte Duftkissen aus natürlichen Materialien, sorgt daher nicht für Verwunderung. Hierfür lässt sie den Stoff direkt in Bad Kissingen produzieren und die reine Handarbeit verspricht höchste Qualität. Hier wird deutlich, dass die Unternehmerin glaubhaft Nachhaltigkeit umsetzt. Nicht überraschend also, dass die Designerin vielfältigste Materialien für ihre edle Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen nutzt und produziert.

Text: Katja Romeis Foto: Ina Schebler

 

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