Schweinfurt: Zweimal im Jahr strömen die Menschen mit reparaturbedürftigen Gegenständen in das Schweinfurter Kilianszentrum und hinterlassen gerne eine Spende. Der Spendenerlös von 1.000 € aus den zurückliegenden Repair Cafés wurde nun an die Tafel Schweinfurt e. V. gespendet.
Im Repair Café unterstützen ehrenamtliche HelferInnen bei der Reparatur von Gegenständen, die die Besucher von zu Hause mitbringen. Das geeignete Werkzeug und Material ist idealerweise im Repair Café vor Ort vorhanden. Besucher und Ehrenamtliche arbeiten gemeinsam an der Reparatur. Dabei ist es möglich eine Tasse Kaffee zu trinken, andere bei der Arbeit zu unterstützen oder sich über Erfahrungen in den jeweiligen Bereichen auszutauschen. Die Idee entstammt einer mehrere Länder übergreifenden Initiative. Ökumenische Umweltgruppen im Dekanat Schweinfurt setzen sie vor Ort um. Emmi Sengfelder erklärt für das Team der Repair Cafés: „Wir haben beschlossen, das Umweltbewusstsein zu fördern, Nachhaltigkeit zu leben und mit anderen Kirchengemeinden zusammenzuarbeiten. Das erklärte Ziel der Repair Cafés ist es, Müll zu vermeiden, Material- und finanzielle Ressourcen zu sparen, damit die Umwelt zu schonen und nachhaltige Lebensweisen in der Praxis zu erproben.“
Ein Verein, der die gleichen Ziele auf dem Gebiet der Lebensmittel verfolgt und ebenfalls gegen die Wegwerfgesellschaft angeht, ist die Tafel Schweinfurt e. V. Dort werden von ehrenamtlichen HelferInnen gespendete Lebensmittel, die nicht mehr in den Verkauf gelangen, abgeholt, sortiert und an Menschen in finanziellen Schwierigkeiten weitergegeben. Was liegt also näher, als sich gegenseitig zu unterstützen.
Der Vorsitzende Ernst Gehling bedankt sich herzlich im Namen der Tafel bei den VertreterInnen des Repair Cafés. Aktuell stehen im Tafelladen in der Brombergstr. 9 am Bergl größere Renovierungen an, für die die Spende gerne eingesetzt wird.
Beide Initiativen wären ohne die vielen engagierten ehrenamtlichen HelferInnen nicht möglich, die ihr Wissen und Können freiwillig und unentgeltlich zur Verfügung stellen. Ernst Gehling: „Hier sind Menschen für Menschen da, ohne nach dem eigenen Vorteil zu streben und schaffen so Werthaltigkeit und Gemeinsamkeit.“
Titelfoto: v. l. n. r.: Ernst Gehling, Elisabeth Sulzinger, Georg Röslmeier, Emmi Sengfelder, Irene Schneider, Franz-Josef Schmitt, Brigitte Stühler (Tafel SW), Kurt Krause Foto: Angelika Bandorf








