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Wohnmobil ausgebrannt – Abruptes Ende einer Weltreise

Geldersheim: Am Montagnachmittag hat auf der A71 die Weltreise eines neuseeländischen Ehepaares ein abruptes Ende gefunden. Ihr Wohnmobil fing Feuer und brannte vollständig aus.

Der Mann und die Frau, die lediglich die Kleidung am eigenen Leib retten konnten, erfuhren danach von der Verkehrspolizei Werneck und dem Arbeitersamariterbund eine Welle der Hilfsbereitschaft.

Der Flugzeugmechaniker und die Studentin waren mit ihrem Wohnmobil nach eigenen Angaben bereits seit 3 ½ Jahren unterwegs und hatten dabei zahlreiche Länder besucht. Am Mittwoch hatte es die Reisenden auch in das Frankenland verschlagen. Kurz nach 16.00 Uhr fuhr das Ehepaar auf der A71 in Richtung Erfurt. In Höhe Geldersheim stellten die Insassen dann plötzlich fest, dass es im Motorraum brannte. Dem Fahrer gelang es gerade noch, das Fahrzeug auf dem Standstreifen abzustellen. Dort griffen die Flammen dann schnell um sich. Als die Feuerwehren aus Werneck aus Geldersheim eintrafen, schlugen die Flammen bereits zehn Meter in den Himmel.

Trotz des raschen Einsatzes der Löschmannschaften brannte das Wohnmobil vollständig aus. Nicht nur das Fahrzeug, sondern auch alles, was das neuseeländische Ehepaar auf seiner Weltreise dabei hatte, wurde ein Raub der Flammen. Glücklicherweise gab es keine Verletzten. Der Sachschaden dürfte sich auf fast 20.000 Euro belaufen. Die Ursache für das Feuer ist noch unklar.

In der Folge erfuhren die auf der Autobahn gestrandeten Weltenbummler eine Welle der Hilfsbereitschaft. Polizei und vor allem der Einsatzleiter des Arbeitersamariterbundes kümmerten sich um das Ehepaar, das außer den eigenen Kleidern nichts mehr hatte. Aus dem Tresor des ausgebrannten Wohnmobils konnten glücklicherweise der Reisepass des Mannes und die Kfz-Versicherungspapiere gerettet werden.

Noch am Nachmittag fuhr der Mitarbeiter des Arbeitersamariterbundes nach Schweinfurt, wo sich der Flugzeugmechaniker und seine Ehefrau in einem großen Bekleidungsmarkt neu einkleiden konnten. Außerdem organisierte der Mann einen Gasthof in Werneck, wo die Gestrandeten umsonst übernachten konnten. Auch für kostenloses Essen in einem Lokal auf dem Gelände des Wernecker Gewerbegebietes sorgte der Einsatzleiter.

Das Ehepaar wartet jetzt auf Geld, das Verwandte in Neuseeland im Laufe des Dienstags schicken wollen. Laut Auskunft des 30-Jährigen ist die Weltreise nun definitiv beendet. Wann es per Flugzeug nach Hause geht, steht noch nicht fest. Wenngleich sich der Mann und die Frau das Ende ihrer jahrelangen Weltreise mit Sicherheit anders vorgestellt hatten, bleiben aufgrund der Hilfsbereitschaft, die dem Ehepaar zuteil wurde, auch angenehme Erinnerungen an Unterfranken.

Fotos: Polizei

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