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Souveräne KI aus Mainfranken: franconia.ai bringt Künstliche Intelligenz ins deutsche Rechenzentrum

vom 25.06.2026 - 17:06 Uhr

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Würzburg: Die drei regionalen Partner rockenstein AG, RAUSCH Technology und der KI-Experte Dr. Tristan Behrens bringen gemeinsam eine souveräne KI-Plattform an den Start – mit dem Ziel, leistungsfähige KI-basierte Anwendungen zu ermöglichen, deren Daten und Modelle vollständig in Deutschland bleiben.

Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) tangiert zunehmend unser aller Leben. Geprägt wird das äußere Erscheinungsbild dieser rasant wachsenden Sparte gemeinhin von bestimmten Anwendungen, etwa Chatprogrammen oder Software zur Generierung von Bild- und Videodateien.

Dabei ist KI nicht als ein Produkt zu verstehen, sondern als Teilbereich der Informatik, in dem unterschiedliche Verfahren und Technologien gebündelt werden – von Sprachmodellen über Mustererkennung bis zu Wissensgraphen. Die Brisanz liegt dabei vor allem in der Ebene hinter den konkreten Anwendungen, wo eine enorme Menge an Daten gesammelt und gespeichert wird.

Drei Partner aus Mainfranken entwickeln wegweisendes Projekt

Viele KI-Anwendungen greifen im Hintergrund auf große KI-Modelle zu, die bislang fast nur in US-Rechenzentren laufen – und genau das dürfen viele Unternehmen und Behörden mit ihren Daten nicht.

Gemeinsam arbeiten die rockenstein AG, die RAUSCH Technology GmbH und Dr. Tristan Behrens an einer Lösung: eine souveräne KI-Plattform, betrieben in einem zertifizierten Rechenzentrum in Veitshöchheim, mit quelloffenen Modellen und ohne Datenabfluss in US-Clouds. Zertifiziert bedeutet: ISO 27001 und TSI (Trusted Site Infrastructure, höchste Stufe Dual Site Level 4), mit Ökostrom betrieben.

Der Name verrät es bereits: franconia.ai stammt weder aus Fernost noch aus den USA, sondern ist ein digitales Infrastrukturprojekt aus Mainfranken. Über die Plattform können Unternehmen vorhandene KI-Anwendungen sicher und DSGVO-konform betreiben. So läuft der KI-„Motor“, der bisher in einer US-Cloud stand, ab jetzt in Mainfranken.

Leistungsfähige KI und Datenschutz sind kein Widerspruch

Digitale Souveränität bedeutet zuerst Kontrolle und Unabhängigkeit: die Hoheit über die eigene Infrastruktur, die Modelle und die Daten zu behalten, ohne Abhängigkeit von einem einzelnen US-Konzern oder dessen Rechtsraum. Hinzu kommt der Datenschutz nach DSGVO – ein wichtiger, aber eigener Aspekt. Er regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten. Für viele Industrieunternehmen wiegt ein anderer Punkt sogar schwerer: Konstruktions-, Maschinen- und Prozessdaten sind selten personenbezogen, aber ihr eigentliches Kapital. Hier geht es nicht um Datenschutz, sondern um den Schutz von Betriebsgeheimnissen und die Kontrolle über das eigene Know-how. franconia.ai bedient beides: souveräne Kontrolle über die KI-Infrastruktur und, wo personenbezogene Daten im Spiel sind, sowie die Möglichkeit zu einem DSGVO-konformen Betrieb.

„Künstliche Intelligenz wird erst dann zum verlässlichen Werkzeug, wenn ihre Ergebnisse belegbar sind und die Daten dort bleiben, wo sie hingehören. Genau dafür stehen wir: für verlässliche, souveräne KI-Anwendungen, die auch kritischer Prüfung standhalten. Mit franconia.ai bekommt diese Verlässlichkeit ihr Fundament: Rechenleistung und Daten in Deutschland, in regionaler Hand.“ sagt Lisa Grummet, Gründerin und Prokuristin des Würzburger Unternehmens RAUSCH Technology GmbH.

Mainfränkische KI-Kompetenz für die heimische Wirtschaft

Die Projektidee entstand im Zusammenfinden der drei Partner. Jeder bringt seine Stärke ein: die rockenstein AG den Betrieb und die sichere Infrastruktur im eigenen Rechenzentrum, RAUSCH Technology die KI-Kompetenz und spezialisierte KI-Anwendungen, Dr. Tristan Behrens die KI- und Modell-Expertise.

Angesiedelt ist franconia.ai also bei der rockenstein AG, ein in der Region Mainfranken etablierter Internet-Service-Provider und Rechenzentrumsbetreiber aus Veitshöchheim bei Würzburg. Gründer und Vorstand Christoph Rockenstein stellt das „Zuhause“ für die KI-Plattform zur Verfügung und organisiert den Betrieb. Hiermit können Organisationen, die KI nutzen wollen, ihre sensiblen Daten ohne Umweg über US-Dienste verarbeiten lassen.

„Wir betreiben unsere Rechenzentren ausschließlich in Deutschland, nach höchsten Sicherheitsstandards. Als Betreiber von franconia.ai bringen wir die nötige Rechenleistung in unsere Region: sicher, zertifiziert und in regionaler Hand“, so Christoph Rockenstein.

Sven Rausch, Co-Gründer von RAUSCH Technology, und der selbstständige KI-Trainer Dr. Tristan Behrens arbeiten seit Jahren in verschiedenen KI-Projekten zusammen. Behrens hat sich als deutscher KI-Pionier in der Branche einen Namen gemacht. Unter der Marke AI Guru coacht er von Würzburg aus vorwiegend große deutsche Unternehmen. Für franconia.ai bringt er die Modell-Expertise ein, insbesondere rund um Auswahl und Bewertung der quelloffenen Modelle und die fachliche Begleitung.

Sein Statement zu franconia.ai: „Quelloffene Modelle haben in kurzer Zeit enorm aufgeholt. Deutschland muss diese Technologie nicht im Ausland einkaufen, sondern kann sie selbst sicher betreiben. franconia.ai ist ein konkretes Beispiel dafür, wie das gelingt.“

Die Hauptzielgruppen für das neue Angebot bestehen aus drei Kreisen:

a) Anwender-Unternehmen mit schützenswerten Daten — industrieller Mittelstand und Konzerne, regulierte Berufe wie Kanzleien und Notariate, Gesundheits- und Sozialwesen, öffentliche Hand, Energieversorger

b) IT-Abteilungen größerer Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden eine offiziell abgesicherte, souveräne KI-Option bereitstellen wollen, statt dass Firmendaten unkontrolliert in US-Dienste abfließen

c) Software-Anbieter und IT-Dienstleister, die KI-Anwendungen bauen und einen datenschutzkonformen Betrieb in Deutschland benötigen.

Souveräne KI testen: geschlossene Beta gestartet

Für die Anwender bedeutet die Nutzung von franconia.ai keinen Mehraufwand. Die Anbindung an das eigene System erfolgt über die Standard-Schnittstelle. „Wer eine KI-Anwendung betreibt oder entwickelt, verbindet sie über die Standard-Schnittstelle mit franconia.ai — technisch derselbe Handgriff wie bei einem US-Anbieter, nur mit einem deutschen Endpunkt“, so Dr. Behrens.

Seit Juni 2026 liegt die Plattform als geschlossene Betaversion vor. Bis zur geplanten Öffnung im vierten Quartal 2026 steht die Erprobung im Vordergrund. Interessierte Unternehmen können sich unter https://franconia.ai/beta kostenfrei zur Nutzung anmelden.

Über die RAUSCH Technology GmbH

Die RAUSCH Technology GmbH mit Sitz in Würzburg entwickelt verlässliche, KI-basierte Spezialanwendungen für anspruchsvolle Aufgaben in Industrie und Wirtschaft. Im Zentrum steht belegbare KI: Ergebnisse mit nachvollziehbarer Quelle und Begründung, auf Wunsch souverän in Deutschland betrieben. Ein Beispiel ist Kelaria, eine Werkbank, die verstreutes Experten- und Anlagenwissen in einen lebenden Wissensgraphen überführt. Zu den Kunden zählen mittelständische Industrieunternehmen ebenso wie Energieversorger, Telekommunikationskonzerne und Weltmarktführer. Gründer und Geschäftsführer sind Sven Rausch und Lisa Grummet.

Über die rockenstein AG

Die rockenstein AG ist ein inhabergeführter Internet-Service-Provider und Rechenzentrumsbetreiber aus Veitshöchheim bei Würzburg, hervorgegangen aus einer der ersten Mailboxen Deutschlands (1987). Das von Christoph Rockenstein gegründete Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern betreibt heute eigene, zertifizierte Rechenzentren ausschließlich in Deutschland – u. a. nach ISO 27001 und TSI (Dual Site Level 4), mit Ökostrom betrieben.

Über Dr. Tristan Behrens

Dr. Tristan Behrens ist promovierter Experte für Künstliche Intelligenz, Machine Learning und Deep Learning. Unter der Marke AI Guru berät und schult er Unternehmen im praktischen Einsatz von KI-Verfahren und gilt als Pionier generativer KI im deutschsprachigen Raum.

Bild: Von links: AI Guru Dr. Tristan Behrens, Christoph Rockenstein, Julian Zehnter, Dr. Florian Göpfert (alle drei rockenstein AG), Lisa Grummet (RAUSCH Technology GmbH)

Bildnachweis: Sven Rausch

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