Kinderernährung in Bewegung – ein Blick über den Tellerrand

3. November 2017

Würzburg: Empfehlungen zu einer gesunden Ernährung sind wichtig. Was aber im Alltag tatsächlich gegessen wird und was nicht, hängt von unterschiedlichen Einflussfaktoren ab. 100 Teilnehmer der Fachtagung „Kinderernährung in Bewegung“ kamen am vergangenen Mittwoch in Würzburg zusammen, um einige der Einflüsse auf das Ess- und Bewegungsverhalten genauer unter die Lupe zu nehmen.

Bereits zum 7. Mal veranstaltete das Fachzentrum Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung Unterfranken die Tagung der Netzwerke „Junge Eltern/Familien Ernährung und Bewegung“. In diesem Jahr wurde ein Blick „über den Tellerrand“ geworfen. „Ach, das liegt bei uns in der Familie, das mögen wir alle nicht!“ Dass Essen und Trinken etwas ganz Individuelles ist, das von biographischen Ereignissen und unserem gesamten Lebensumfeld geprägt ist, erläuterte Dr. Ute Zocher aus Rom in ihrem Vortrag. „Jeder Mensch hat eine sehr subjektive Wahrnehmung, gerade wenn es um das Thema Essen geht. Fachkräfte müssen vorhandene Schubladen im Kopf abbauen, nur dann kann erfolgreiche Gesundheitsförderung gelingen“, so das Fazit der Diplom-Pädagogin.

‚Schubladen im Kopf abbauen‘ war auch eine Forderung von Dr. Andreas Eickhorst. Der Referent vom Deutschen Jugendinstitut in München beleuchtete die Rolle der Väter vom Ernährer zu Erzieher und Bindungsperson. Das aktuelle Rollenverständnis der Väter hat sich zwar in den letzten Jahren gewandelt, trotzdem bestehen nach wie vor traditionelle Rollenarrangements und die Schere zwischen Wunsch und Wirklichkeit nimmt nur zögerlich ab. Wie man Väter von Beginn an stärker in die Themen Ernährung und Bewegung einbeziehen kann, erläuterte der Psychologe mit einigen Beispielen: „Es geht nicht immer um komplexe pädagogische Konzepte und Methoden, vielmehr um eine offene und wertschätzende Haltung!“

Nach der Mittagspause wurden beide Themen in praktischen Foren vertieft und auch die Bewegung kam nicht zu kurz. Annette Wolz, Sportübungsleiterin aus Würzburg, gab zahlreiche Anregungen für Bewegung mit Alltagsmaterialien wie Cremedose, Wäscheklammer und Co. Die Teilnehmer durften selbst ausprobieren und aktiv werden. Viele der dargestellten Ideen lassen sich leicht zu Hause umsetzen und werden auch in den Bewegungsangeboten des Netzwerks „Junge Eltern/Familien – Ernährung und Bewegung“ vermittelt.

„In den bayernweiten Angeboten der Netzwerke „Junge Eltern/Familien“ kombinieren wir Theorie und Praxis, um Familien konkrete Unterstützung und Tipps für den Alltag an die Hand zu geben“, so Jacqueline Köhler, verantwortlich für den Bereich Ernährungsbildung am Fachzentrum Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung. Die Teilnehmer aus Gesundheitsförderung, Familienarbeit und Kindertagesstätten nutzten den regen Austausch im Rahmen der Tagung und konnten viele Impulse für ihre tägliche Arbeit mitnehmen.

Weitere Informationen zu den Angeboten finden Sie im Internet unter http://www.aelf-wu.bayern.de/ernaehrung/.

Foto: Gemeinsam einen Blick über den Tellerrand warfen 
(vlnr) Jacqueline Köhler, Fachzentrum Ernährung/ Gemeinschaftsverpflegung Unterfranken, Dr. Ulrike Zocher, Rom, Brigitte Baumeister, Fachzentrum Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung Unterfranken, Dr. Eva Maria Gokel, Kompetenzzentrum für Ernährung, Freising und Dr. Andreas Eickhorst, Deutsches Jugendinstitut, München

Kinderernährung in Bewegung – ein Blick über den Tellerrand
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