Im Jahr 2025 verunglückten 1.685 Menschen in den grünen Berufen beim Umgang mit Leitern, sieben davon tödlich. Die Statistik der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) zeigt: Unfälle mit der Leiter machen einen erheblichen Anteil der Arbeitsunfälle aus.
Die Präventionsfachleute der SVLFG stellen bei ihren Betriebsbesichtigungen häufig mangelhafte Zustände von Leitern fest. Nicht immer ist das Bewusstsein für die damit verbundenen Gefahren vorhanden. Diese werden dann schnell mit der Floskel „Das machen wir schon immer so“ abgetan. Dabei sollte man sich bei jedem Griff zur Leiter und vor jedem Auf- und Abstieg die möglichen Gefahren und Unfallfolgen bewusst machen.
Ein kürzlicher Unfall verdeutlicht dies. Dabei ist ein Landwirt aus drei Metern Höhe von einer Anlegeleiter gestürzt. Er erlitt mehrere Verletzungen an der Wirbelsäule. Bis zur vollständigen Genesung steht ihm und seinen Angehörigen ein langer Leidensweg bevor. Für einen landwirtschaftlichen Betrieb kann so ein Ereignis alles ändern.
Die Obsternte ist erfahrungsgemäß der Zeitpunkt im Jahr, an dem sich die Leiterunfälle häufen. Bevor eine handelsübliche Leiter verwendet wird, sollte deshalb geprüft werden, ob sich die Arbeit auch mit sichereren Alternativen erledigen lässt. Hierzu zählen zum Beispiel Podestleitern, Teleskopstangen und Arbeitskörbe.
Auch die Präventionsexperten der SVLFG vor Ort beraten hierzu. Ansprechpartner sind zu finden unter www.svlfg.de/ansprechpartner-praevention.
Bild: Sichere Leitersysteme für die Obsternte
Foto: SVLFG








