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Bergrheinfeld: Bäume gepflanzt, Bank gespendet

Bergrheinfeld: Die Vereinten Nationen haben 2011 zum Internationalen Jahr der Wälder erklärt, um einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Wälder weltweit zu leisten. Diesen Anlass griffen das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AfL) und die Gemeinde Bergrheinfeld auf, um den Blick der Menschen wieder stärker auf den Wald zu lenken.

Deutschland ist ein Waldland. Und Wald ist faszinierender Naturraum, lebendiger Wirtschaftszweig, Quelle kultureller Identität, Ursprung des Nachhaltigkeitsprinzips, leistungsstarke Klimaanlage und beliebter Erholungsort. „Der Landesdurchschnitt des Waldanteils an der Gemeindefläche liegt bei 36 Prozent“, so Förster Bernd Müller (AfL). In Bergrheinfeld betrage dieser Anteil lediglich zehn Prozent (130 Hektar), also weit unterdurchschnittlich, aber auch mit sehr wertvollem Bannwald (124 Hektar).

Szenenwechsel: Auch in der Bergrheinfelder Mittelschule beschäftigten sich Schüler der Klasse 7M im Unterricht mit dem Thema „Erderwärmung und Treibhauseffekt“. Sie erkannten, dass Menschen auf der ganzen Welt und auch in Deutschland unter den Folgen des Klimawandels schon jetzt leiden. Dass man etwas dagegen tun muss, war den Siebtklässern sofort klar. Die Idee, Bäume zu pflanzen, war geboren. Bäume, die Sauerstoff produzieren, das Treibhausgas CO2 binden und damit die Folgen des Klimawandels verringern. Sie kontaktierten daraufhin den Forstrevierleiter Bernd Müller, der von der Baumpflanzidee sofort begeistert war.

Auch der Bürgermeister Peter Neubert und Herr Walter Zeißner (Bauhofleiter) sagten ihre Unterstützung den jungen Schülern sofort zu. Gerade die Gemeinde Bergrheinfeld hat das Ziel der Nachhaltigkeit für den Gemeindewald als erstes Gebot aufgestellt. Es wird weniger abgeholzt und mehr gepflanzt im Hinblick auf den so notwendigen Klimaschutz. Damit stellten sie den fleißigen Helfern den Gemeindewald Bergrheinfeld sowie Pflanzen und Werkzeuge mit Freude zur Verfügung.

Der Forstrevierleiter zeigte den Jugendlichen, wie die Wurzeln der Pflanzen vorher geschnitten werden, damit sie gut anwachsen. Außerdem demonstrierte er der Klasse, wie das Loch gegraben werden muss, bevor das Pflänzchen eingesetzt werden kann. Mit Säcken voller Setzlinge und Spaten ausgerüstet suchten sich die Gruppen geeignete Plätze im Wald zum Pflanzen. Nach zwei Stunden Arbeit hatte die Klasse immerhin 47 Bäumchen gepflanzt. Erschöpft, voller Erde aber stolz, kehrten die Schüler zu ihrem Treffpunkt zurück. Im nächsten Jahr wollen sie wieder kommen und schauen, was aus ihren Bäumchen geworden ist. Als Belohnung spendierte der Bürgermeister den Kindern eine Brotzeit, die mit Heißhunger im Wald verspeist wurde.

Das Jahr 2011 ist „das Jahr des Waldes“ – denn eine nachhaltige Waldbewirtschaftung ist sehr wichtig. Produkte und Leistungen der Wälder sichern Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit. Mit ihrem Beitrag zum Umweltschutz zeigten die Schüler der Mittelschule Bergrheinfeld, dass wirklich jeder etwas gegen den Klimawandel tun kann.

Holz ist unverzichtbar und in unserem Alltag allgegenwärtig. Im Rahmen der Aktion „Das Jahr des Waldes“ hat die Gemeinde aus einer Pappel eine Bank heraussägen lassen und vor dem Rathaus aufgestellt mit dem Slogan der Aktion.

Aus dem Gemeindeblatt Bergrheinfeld vom 17.6.2011.

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