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Center für künstliche Intelligenz und das Institut für Design und Informationssysteme auf dem Katholikentag 2026 vertreten

vom 04.05.2026 - 08:05 Uhr

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Würzburg: Vorträge rund um das Thema künstliche Intelligenz (KI) und persönlicher Austausch vor Ort: Dies werden Forschungsprofessoren des Centers für Künstliche Intelligenz (CAIRO) sowie des Instituts für Design und Informationssysteme (IDIS) der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) auf dem Deutschen Katholikentag 2026 in Würzburg anbieten. Die Forschungsprofessoren Prof. Dr. Ivan Yamshchikov, Leiter des CAIRO, Prof. Dr. Dr. h. c. Robert Grebner, ehemaliger Hochschulpräsident, sowie Prof. Dr. Nicholas Müller, IDIS, werden mehrere Beiträge gestalten. Hier ist ein Überblick:

Freitag, 15. Mai 2026

  • Gott ist (nicht) tot – Warum brauchen wir Gott, wenn wir KI haben?
    (11 – 12.30 Uhr)

Prof. Dr. Ivan Yamshchikov

Siebold-Gymnasium, 3. OG, Raum 304

Kapuzinerstraße / Ecke Eichstraße, Würzburg

Die Frage nach Gott war lange eine Frage nach dem Ursprung von Sinn, Moral und Freiheit. Heute stellt KI diese Grundlagen neu zur Diskussion. Der Vortrag untersucht, wie KI-Systeme unsere Entscheidungen formen, lenken und zunehmend vorwegnehmen – und was das für unser Verständnis von freiem Willen bedeutet. Wir fragen nicht, ob KI „böse“ oder „gut“ ist, sondern: Wenn Maschinen unsere Wahl strukturieren, wer wählt dann eigentlich? Und welche Rolle spielen religiöse und philosophische Traditionen dabei, diese Frage überhaupt ernst zu nehmen?

  • Leben wir in einer Simulation – KI, Wirklichkeit und religiöse Perspektiven (14 – 15.30 Uhr)

Prof. Dr. Ivan Yamshchikov

St.-Ursula-Schule, Ursulabau, 2. OG, Raum 202, Augustinerstraße 17

Generative KI verändert nicht nur, was wir produzieren – sie verändert, was wir für real halten. Der Vortrag gibt zunächst einen Überblick über die aktuelle Entwicklung generativer Systeme, inklusive einer Live-Demo von Google Genie 3. Darauf aufbauend wird die Simulationshypothese diskutiert – die Idee, dass unsere Wirklichkeit selbst ein konstruiertes System sein könnte. Was passiert, wenn die Frage „Ist das real?“ plötzlich technologisch beantwortet werden könnte?

Samstag, 16. Mai 2026

  • Werden Computer denken? – Trinität in der Informatik: Geist, Körper und Virtualität (16.30 – 18 Uhr)

Prof. Dr. Dr. h. c. Robert Grebner

Don-Bosco-Berufsschule, 1. OG, Raum 01.022, Schottenanger 10

Dass mit Techniken der KI erstaunlich menschenähnliche geistige Leistungen erbracht werden können, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Dass aber digitale Rechenmaschinen (vielleicht bald Denkmaschinen) das in der Religion vorzufindende Phänomen einer Trinität beherrschen, sollte den meisten noch neu sein. In diesem interaktiven Vortrag mit Diskussionsrunde wird aufgezeigt, wie wir geistiges, körperliches und virtuelles als eine Einheit in unserem Gehirn vorfinden und wie diese Trinität erstaunlicherweise auch in Computern realisiert wird. Der ehemalige Hochschulpräsident zieht nachvollziehbare Parallelen zwischen grundlegenden Vorgehensweisen in unserem Denkapparat und in Computern. Diese liegen so eng beieinander, dass man davon ausgehen muss, dass eine starke künstliche Intelligenz sehr bald gefunden wird und dass digitale Maschinen sehr bald vergleichbar gut denken können werden.

  • Zwischen Denkmalschutz und digitalem Zwilling (16.30 – 18 Uhr)

Prof. Dr. habil. Nicholas Müller

Congress Centrum, Saalebene, Raum 9, Kranenkai

Die Schnittstelle zwischen klassischem Denkmalschutz und modernen digitalen Technologien eröffnet neue Möglichkeiten, historische Gebäude zu bewahren und gleichzeitig völlig neu erfahrbar zu machen. Die Ritterkapelle Haßfurt, die in einem aufwendigen Verfahren photogrammetrisch erfasst wurde, ermöglicht durch diese hochpräzise Vermessung, dass nun ein detailgetreuer digitaler Zwilling zur Verfügung steht. Die komplexe Architektur und die feinen Strukturen des Bauwerks sind nun nicht nur für die Forschung dokumentiert, sondern auch für zukünftige Generationen digital konserviert.

Mit dieser technologischen Grundlage werde eine völlig neue Form der Raumerfahrung entwickelt, so Prof. Dr. habil. Müller. Mittels Virtual Reality lässt sich die Ritterkapelle immersiv betreten und interaktiv erkunden. Diese VR-Möglichkeiten erlauben es den Betrachtenden, das historische Bauwerk aus Perspektiven zu studieren, die vor Ort oft unzugänglich sind, und schaffen so einen virtuellen Raum, der die physische Denkmalpflege um eine erlebbare, digitale Ebene erweitert.

Der Austausch mit den THWS-Forschungsprofessoren bietet Gelegenheit, Entwicklungen aus der KI-Forschung kompakt einzuordnen, ihre Relevanz für kirchliche und gesellschaftliche Kontexte zu reflektieren und konkrete Impulse für die eigene Arbeit mitzunehmen. Für die Teilnahmen ist kein Vorwissen notwendig.

Grafik: Am 104. Deutschen Katholikentag werden am 15. und 16. Mai Professoren der THWS mit Beiträgen vertreten sein (Grafik: 104. Deutscher Katholikentag Würzburg 2026 e. V.

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