Bayern: Der Hirschkäfer (Lucanus cervus) ist einer der größten heimischen Käfer und ein wichtiger Indikator für naturnahe Wälder und Altholzbestände.
Helfen Sie mit, das Wissen über das Vorkommen dieses faszinierenden Käfers zu verbessern:
Melden Sie Ihre Sichtungen als Teil des Citizen-Science-Projekts über das neue Online–Formular der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) und informieren Sie sich im neuen Merkblatt zum Hirschkäfer.
„Jede Meldung zählt“, betont Dr. Peter Pröbstle, Präsident der LWF. “Mit wenigen Angaben und einem Foto können Bürgerinnen und Bürger einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Hirschkäfers leisten.
Die gesammelten Daten helfen uns, gezielte Maßnahmen zur Verbesserung seiner Lebensräume umzusetzen.“
Art mit hoher ökologischer Bedeutung
Der Hirschkäfer ist eine Charakterart lichter, wärmebegünstigter Laubwälder mit einem hohen Anteil an Alt- und Totholz. Seine Anwesenheit zeigt, dass diese selten gewordenen Strukturen noch vorhanden sind.
Nachweise sind Grundlage für die Bewertung ihres Erhaltungszustands und für entsprechende Schutzmaßnahmen auf nationaler und europäischer Ebene.
Meldedaten als Grundlage für Schutzmaßnahmen
Die Erfassung des Hirschkäfers ist aufwendig: Die Larven entwickeln sich mehrere Jahre im Boden, erwachsene Tiere sind nur wenige Wochen im Jahr aktiv. Hier setzt Citizen Science an: Viele Nachweise stammen aus Zufallsbeobachtungen, etwa bei Spaziergängen oder im eigenen Garten. Durch die Meldung Ihrer Funde können Verbreitung, Bestandstrends und Lebensraumnutzung besser eingeschätzt werden. Die Daten unterstützen Planung und Umsetzung gezielter Schutzmaßnahmen.
Foto: Jürgen Kohl








