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Erntedank – Wertschätzung für Natur und Lebensmittel

vom 02.10.2025 - 14:10 Uhr

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Unterfranken: Am ersten Sonntag im Oktober feiern die Menschen in Deutschland Erntedank – ein Fest der Dankbarkeit, das weit über Grenzen und Religionen hinausgeht und weltweit begangen wird. 2025 war dabei bislang im Großen und Ganzen endlich wieder einmal ein gutes Gartenjahr, sodass auch Hobbygärtner sich über hohe Erträge besonders bei Obst und Gemüse freuen konnten. Gartenbauexperte Dr. Lutz Popp vom Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege e.V. (BLGL) gibt Tipps, wie man die eigene Ernte möglichst nachhaltig haltbar machen kann und gleichzeitig den Garten auch schon optimal für das kommende Jahr vorbereitet.

Mehr als nur ein Festtag: Warum Erntedank heute aktueller ist denn je
Der Ursprung des Erntedankfests liegt in der tiefen Dankbarkeit für eine gelungene Ernte – zugleich ist es eine Erinnerung daran, wie wertvoll Lebensmittel sind. „Was im Garten wächst, hat einen natürlichen Rhythmus. Wer selbst anbaut, erntet mit mehr Achtsamkeit und wirft weniger weg. Das ist besonders in einer Zeit, in der alles spürbar teurer wird, wichtig,“ erklärt Dr. Popp. Gerade rund um Erntedank lohnt der Blick in die Praxis: Wie lagern, konservieren und vollständig verwerten – damit von der Ernte möglichst wenig verloren geht? Und was muss ich beachten, um meinen Garten optimal für die nächste Saison fit zu machen?

Bewusst ernten, besser nutzen: Tipps gegen Lebensmittelverschwendung
Viele Lebensmittel landen auch heutzutage noch unnötigerweise im Müll – besonders in Privathaushalten. Grund dafür ist häufig Unwissen oder Unsicherheit. Dabei lassen sich gerade Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten ohne großen Aufwand länger lagerfähig machen und in vielen Fällen nahezu zu 100 Prozent verwerten. „Wer erntet, sollte möglichst zeitnah verarbeiten – oder haltbar machen. Einfrieren, Einkochen, Dörren oder milchsaures Einlegen sind dafür bewährte Methoden“, sagt Dr. Popp. „Bei Kräutern empfiehlt sich auch das Lufttrocknen oder die Nutzung solarbetriebener Dörrgeräte.“ Auch die Herstellung von Säften und Smoothies ist in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden: „Gerade reifes Obst, das für den sofortigen Verzehr oder anderweitige Verarbeitung zu viel ist, ist perfekt geeignet, um Saft daraus zu machen. Sogar Gemüsearten wie Staudensellerie, Gurken oder Tomaten eignen sich dafür hervorragend“, so Popp.

Mit diesen weiteren Tipps gelingt der nachhaltige Umgang mit der Ernte:

  • Schnell verarbeiten oder konservieren: Obst und Gemüse zügig verwerten und wenn möglich haltbar machen.
  • Richtig lagern: Kühl, dunkel, druckfrei und mit Luftzirkulation aufbewahren – das verlängert die Lebensdauer.
  • Ganz verwerten: Blätter, Schalen und Strünke mitdenken – aus Möhrengrün, Radieschenblättern und Co. entstehen Pestos, Fonds oder leckere Pfannengerichte. Aus Gemüseschalen lässt sich eine wunderbare Gemüsebrühe zaubern.
  • Gezielt anbauen: Im Frühjahr eine Pflanzliste mit Mengen und Erntefenstern anlegen, Sorten staffeln (früh/mittel/spät), für den eigenen Haushalt klar den Ernte-Output kalkulieren und Folgesaaten einplanen.

Tradition und Vielfalt bewahren: Gartenbauvereine als Zukunftsgestalter
Generell ist Erntedank auch ein Fest der heimischen Kultur: In vielen Regionen Bayerns betreuen Gartenbauvereine Streuobstwiesen, erhalten alte Obst- und Gemüsesorten und geben samenfestes Saatgut weiter. Gerade auf dem Land bieten immer mehr Landwirte Direktverkäufe an, wo es Obst und Gemüse ohne lange Transportwege direkt vom Feld gibt. Das stärkt die regionale Versorgung und erhält Geschmackstraditionen. „Saisonalität und Regionalität sind Grundprinzipien der Gartenkultur. Wer nach dem natürlichen Jahreslauf gärtnert und verwertet, was gerade Saison hat, schont Ressourcen und stärkt die Resilienz im eigenen Garten sowie auch die Vielfalt vor Ort“, resümiert der BLGL-Gartenexperte. Rund um Erntedank wird das immer besonders deutlich: Erntemärkte laden dazu ein, alte Obstsorten neu zu entdecken und zu probieren – ob pur oder verarbeitet als Kuchen und Kompott.

„Nach der Ernte ist vor der Planung“, sagt Dr. Lutz Popp. „Wer jetzt eine geeignete Fruchtfolge fürs nächste Jahr plant, schützt dadurch die Bodenstruktur, stabilisiert den Wasserhaushalt und betreibt indirekten Pflanzenschutz, wodurch die Ernte im nächsten Pflanzjahr noch besser ausfällt.“

 

Foto Jürgen Kohl

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