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4. UM-Konvoi: Begeisterte Teilnehmer ziehen Zwischenfazit

15.11.2022

Würzburg: Die Anforderungen an Unternehmen, vor allem an Industrie- und Handwerksbetriebe, werden immer komplexer und wachsen stetig. Funktionierende Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme sind in zahlreichen Branchen inzwischen eine Voraussetzung, um erfolgreich aktiv, und erst recht, um zukünftig wettbewerbsfähig zu sein.
Zur Einführung von Umweltmanagementsystemen in Betrieben und zur fortlaufenden Verbesserung der Umweltleistung wurden internationale Normen wie die ISO 14001 und die Verordnung zum Eco Management and Audit Scheme (EMAS) eingeführt, in denen Anforderungen, einheitliche Standards und Prozesse zum Umweltmanagement festgelegt sind. Das europäische EMAS-System verlangt darüber hinaus, dass die Unternehmen ihre Umweltziele, Verbesserungsmaßnahmen und Fortschritte zur Umweltleistung in einer vom Umweltgutachter validierten Umwelterklärung für die interessierte Öffentlichkeit dokumentieren.

Da die Einführung solcher Managementsysteme in Betrieben sehr herausfordernd und zum Teil aufwändig sein kann und dies erfahrungsgemäß gemeinsam leichter fällt, fördert der Freistaat Bayern die Einführung von Umweltmanagementsystemen nach ISO 14001 oder EMAS, wenn sich die Unternehmen in Projektgruppen zusammenschließen. Zielgerichtet initiiert der Förderkreis Umweltschutz Unterfranken e. V. (FUU) daher seit Jahren sogenannte Umweltmanagement-Konvois. Im Verlauf von rund zwölf Monaten treffen sich die Vertreter der teilnehmenden Unternehmen zu acht gemeinsamen Workshops, um die Vorgaben der angestrebten Managementsysteme unter Anleitung von qualifizierten Beratern Schritt für Schritt selbst zu erarbeiten, untereinander Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam mehr Nachhaltigkeit in den betrieblichen Prozessen zu implementieren.

Seit Juli läuft der 4. Umweltmanagement-Konvoi des FUU mit fünf Teilnehmern, darunter erstmals Unternehmen aus Niederbayern und der Oberpfalz. Drei Workshops wurden bereits absolviert, der nächste folgt Mitte November. Beim 3. Workshop formulierten die teilnehmenden Unternehmen ihre Umweltziele und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Umweltleistung für die nächsten Monate. Die Grundlagen dafür lieferte die erste Umweltprüfung mit einer Statusanalyse mittels der Ecomapping-Methodik.

“Die Unternehmen haben im Zuge des Ecomappings offensichtliche Verbesserungspotenziale erkannt und haben bereits entsprechende Ad-hoc-Maßnahmen gestartet”, berichtet Dr. Stefan Müssig, leitender Projektmanager bei der den Konvoi begleitenden WUQM Consulting GmbH. Bei allen Teilnehmern liegen zum Beispiel Schwerpunkte beim richtigen Umgang mit Gefahrstoffen, der Lagerung wassergefährdender Stoffe und der Optimierung der Abfallsammlung und -trennung.

Großartiges Feedback nach dem 3. Workshop
Im Zwischenfazit der Teilnehmer spiegeln sich die Motivation und Begeisterung, ein gemeinsamer Spirit und die Erwartung, zukünftig als Vorbild beim Thema betrieblicher Umweltschutz zu fungieren. “Der Austausch mit den anderen Konvoi-Teilnehmern ist inspirierend und beweist, dass man gemeinsam mehr erreichen kann als alleine”, betont Franziska Rieß (Clario / eResearchTechnology GmbH, Estenfeld) und Sherrie Blackman-Linse (CaderaDesign GmbH, Würzburg) ergänzt: “In den bisherigen Workshops und im Ecomapping haben wir einen ersten Einblick bekommen, worauf es im Rahmen der Zertifizierung ankommt und auch erkannt, mit wie viel Arbeit ein solcher Zertifizierungsprozess verbunden ist.”

Die Motivation, am Konvoi teilzunehmen, ist prinzipiell bei allen Teilnehmern ähnlich: “Gerade in diesen Zeiten – Ressourcenknappheit, Klimawandel – gewinnen Umweltschutz und Nachhaltigkeit einen immer höheren Stellenwert. Daher möchten auch wir einen Beitrag dazu leisten, um für künftige Generationen eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen”, erklärt Esther Liebl (Syntacoll GmbH, Saal an der Donau). Bernd Kiffmeyer (Godelmann GmbH & Co. KG, Fensterbach) äußert sich ähnlich: “Sinn und Ziel ist es, eine zukunfts- und menschengerechte Gestaltung unserer Umwelt im Blick zu behalten und engagiert unseren Beitrag dazu zu leisten.”

Seine Erwartungen bis zum Ende des Umweltkonvois drückt Christoph Strobl (Strobl Pumpen GmbH & Co. KG, Hilpoltstein) so aus: “Zum Ende des Konvois erwarten wir, dass wir einen umfassenden Blick auf die Umwelteinflüsse unseres Unternehmens haben und uns damit weiter verbessern können. Mit der nach außen hin sichtbaren Zertifizierung nehmen wir eine Vorbildfunktion ein, die auf allen Ebenen weitere Vorteile fürs Unternehmen bringen wird.”

Dr. Müssig freut sich über das Engagement und die hohe Motivation, die Konvoi-Ziele zu erreichen und sich mit der angestrebten EMAS- und teilweise EMASplus-Zertifizierung (für das Nachhaltigkeitsmanagementsystem) zukunftsfähig auszurichten. Deshalb ist er sehr optimistisch, dass alle teilnehmenden Unternehmen bei der öffentlichen Abschlussveranstaltung, die Mitte des kommenden Jahres stattfinden soll, von hochrangigen Amtsträgern aus Politik und Wirtschaft ausgezeichnet und besonders gewürdigt werden.

Nach dem Konvoi ist vor dem Konvoi: Der Förderkreis Umweltschutz Unterfranken hat bereits den 5. UM-Konvoi im Blick, der nach der praxisbewährten Projektstruktur acht gemeinsame Gruppenworkshops plus mindestens drei individuelle Beratungstage beinhalten wird. Die Bewerbungsfrist startet ab 1. Dezember 2022. Bewerber und Interessenten wenden sich am besten direkt an den FUU (per E-Mail an info@fuu-ev.de, telefonisch unter 0931 780 970-25 oder über das Anmeldeformular auf der Homepage www.fuu-ev.de).

Bildunterschrift: Die Vertreterinnen und Vertreter der am 4. UM-Konvoi teilnehmenden Unternehmen mit Dr. Stefan Müssig (Bildmitte, sitzend) vom begleitenden Beratungsunternehmen WUQM mit seinem Team Johannes Stangl und Christoph Benz (3. und 2. von rechts) sowie Sebastian Fiedler (FUU, ganz rechts)
Foto: Stefan Beck (pressebeck)

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