Unterfränkische Schülerinnen begleiten Dr. Anja Weisgerber bei ihrer Arbeit in Straßburg

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Straßburg: Einen Tag hinter die Kulissen des Europäischen Parlaments blicken – die Europaabgeordnete Dr. Anja Weisgerber machte es möglich.

Vier junge Mädchen aus Unterfranken hatten die Möglichkeit, den Alltag der CSU-Europaabgeordneten, die seit 2004 ihre Heimatregion im Europäischen Parlament vertritt, mitzuerleben. Allerdings musste der Girls’ Day im Europäischen Parlament dieses Jahr um einen Tag vorgezogen werden. Grund dafür war die Aschewolke des isländischen Vulkans, der die Sitzungswoche vorzeitig enden ließ, da viele Abgeordnete nicht anreisen konnten.

Höhepunkte des Programms waren ein Gespräch mit der Kommissarin für Klimaschutz Connie Hedegaard, bei der die Schülerinnen rege Fragen zu den Klimazielen der EU stellten, ein Gespräch mit Anja Weisgerber und einige Kollegen, darunter der Vize-Präsident des Europäischen Parlaments Rainer Wieland und der Europaabgeordneten aus Oberbayern Angelika Niebler sowie ein Interview von Anja Weisgerber mit dem Deutschlandfunk.

Hinter der Aktion “Girls’ Day” steckt die Idee, junge Mädchen auch an Berufsfelder heranzuführen, in denen Frauen immer noch unterrepräsentiert sind. “Auch in der Politik ist dies noch der Fall”, so Dr. Anja Weisgerber. Im Jahr 2010 sind im Europäischen Parlament 35 Prozent der Abgeordneten Frauen – nach der ersten Europawahl vor 30 Jahren lag der Anteil weiblicher Politiker bei lediglich 16 Prozent. “Das ist schon eine enorme Verbesserung”, so die unterfränkische Europaabgeordnete, “aber ich würde mich freuen, wenn sich generell noch mehr Frau in der Politik engagieren. Die Politik kann es sich nämlich genauso wie die Wirtschaft und die Kultur nicht leisten auf die Erfahrungen, die Expertise und die Kompetenz von Frauen zu verzichten. Deshalb freue ich mich, dass die Mädchen heute meine Gäste waren, ereignisreiche Stunden erlebten und die eine oder andere vielleicht nun Gefallen findet und noch interessierter ist an der Politik”. Der Mädchen-Zukunftstag wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ); sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF), einem förderpolitischen Instrument der Europäischen Union. „Der Girls’ Day ist eine hervorragende Aktion, um unsere Gesellschaft für die Fähigkeiten junger Frauen zu sensibilisieren. Außerdem ermutigen wir damit junge Frauen, sich selbstbewusst und engagiert zu präsentieren“, erklärt Dr. Anja Weisgerber.

„Eine tolle Sache“ findet auch Stephanie Strahl aus Werneck. Auch die anderen drei Schülerinnen Marielle Freudendahl, Viktoria Weidinger und Katharina Mantel vom Olympia-Morata-Gymnasium in Schweinfurt waren von der Aufgeschlossenheit und der Freundlichkeit der Gesprächspartner begeistert. Alle waren sich einig, dass sich ein Girls’ Day im Parlament lohnt.

Bild v. l. n. r.: Marielle Freudendahl, Stephanie Strahl, Dr. Anja Weisgerber, MdEP, Viktoria Weidinger, Katharina Mantel

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