Freiwillige Feuerwehr Oberthulba: 140 Jahre im Dienst der Allgemeinheit

030611ob1

Oberthulba: Unser Haus, unsere Wohnung, sind das, wohin wir uns zurückziehen und Kräfte sammeln können. Auch zu ihrem Schutz und damit für uns alle sind die Feuerwehren da, so Pfarrer Jaroslaw Woch beim Festgottesdienst anlässlich des 140-jährigen Bestehens am vergangenen Sonntag. Als Beispiel ging er auf die Legende des Schutzpatrons der Feuerwehr, den Heiligen Florian, der vor 1700 Jahren sich ebenfalls für seine Mitmenschen, den Christen, einsetzte und für sie sterben musste. Den Feuerwehrkameraden wünschte der Geistliche immer ein gutes und gesundes Heimkommen von ihren Einsätzen. Auch die Fürbitten, vorgetragen vom 1. Vorsitzenden Tiemo Stürzenberger, befassten sich mit den Ängsten und Nöten aber auch mit dem Gedenken an die verstorbenen Kameraden.

Im Festzug zogen die örtlichen Feuerwehr- und Ortsvereine, sowie die Wehr aus Bad Kissingen zur St. Johannes-Pfarrkirche. Voraus der Musikverein und die Ehrengäste. Freude stand den Oberthulbaer Floriansjüngern nach der Totenehrung mit Kranzniederlegung im Gesicht, denn sie konnten das von der Berufsfeuerwehr in München erworbene und festlich geschmückte Fahrzeug (ALF) nach der notwendigen Instandsetzung nun in Top-Zustand und einen neuen Verkehrssicherungsanhänger von Pfarrer Woch segnen lassen und in Betrieb nehmen.

Wir können stolz sein auf uns und unsere Vorgänger, betonte Vorsitzender Tiemo Stürzenberger bei der Begrüßung im, zur Festhalle umgewandelten Feuerwehrhaus. 140 Jahre hat sich die Oberthulbaer Wehr über Wasser gehalten und das, wie sich zeigt, mit großem Erfolg. 40 bis 50 Einsätze sind jährlich von den Feuerwehren des Marktes Oberthulba abzuwickeln. Die Mehrzahl davon von der Stützpunktwehr Oberthulba, da sie auch den Bereich Autobahn mit abzudecken hat. Diese Leistung könne nicht hoch genug angerechnet werden, so der Gemeindechef Bürgermeister Gotthard Schlereth. Hilfe wird immer wieder notwendig sein. Erfreulich ist, dass auch viele junge Menschen den Weg zur Feuerwehr finden. Er dankte allen Feuerwehrkameraden für diese wertvolle Arbeit.

Kreisbrandinspektor Peter Sell überbrachte die Grüße und Glückwünsche der übergeordneten Feuerwehrverantwortlichen. Wenn wir von Feuerwehr reden, dann reden wir schon lange nicht mehr nur von Brandschutz, längst haben sich die Wirkungsfelder mit der technischen Hilfe und mehr, wesentlich erweitert. Lobend erwähnte Sell auch die gelebte Kameradschaft und die dazugehörende Geselligkeit. Unsere Ortschaften wären um vieles ärmer, wenn wir diese Gemeinschaften nicht hätten. Dieses Ehrenamt sei unverzichtlich, so Sell.

Nach dem Frühschoppen und dem stärkenden Mittagessen ging es interessant am Nachmittag weiter. Im Bauhof waren moderne technischen Geräte und Lösch- wie auch Einsatzfahrzeuge ausgestellt. Informationen dazu kamen von den Feuerwehrkameraden. Während die zahlreichen Besucher sich in Geselligkeit im Feuerwehrhaus unterhalten und stärken konnten, gab es für die Kinder noch ein unterhaltsames Programm, auch mit Pumpe und Wasser.

Bild: 1. und 2. Vorsitzender Tiemo Stürzenberger und Peter Albert (von links) legen zur Totenehrung den Kranz nieder. Foto: Straub

Aus dem Gemeindeblatt Oberthulba vom 3.6.2011.